Zugegeben, wir sind nicht die Erfinder des Graspapiers, waren aber sofort hellauf begeistert von dieser ressourcenschonenden Alternative für herkömmliches Papier und Kartonagen.
Graspapier kombiniert Holzzellstoff mit bis zu 50 % Grasfasern aus heimischen Wiesen. Gegenüber Frischfaserzellstoff aus Holz lassen sich deutlich Wasser und Energie einsparen.
Erhebliches Einsparpotenzial

Die Grasfaser wird rein mechanisch, ohne chemische Aufbereitung gewonnen, verursacht 95 % weniger CO2-Emissionen, benötigt nur sehr wenig Wasser (6 Liter) – Ersparnis 99 % – und spart jede Menge Energie. Je nach Endprodukt können bis zu 50 % des Holzzellstoffs ersetzt werden. Über den gesamten Prozess liegen allein die CO2-Einsparungen bei 23 %. Am Ende seines Lebens ist Graspapier ganz normal über das Altpapier entsorgbar und fließt in den Recycling-Kreislauf zurück. Graspapier ist über bestehende Systeme recycelbar und wird wie herkömmliches Papier gesammelt und wiederaufbereitet. Es ist auch kompostierbar, sollte aber so oft wie möglich dem Wertstoffkreislauf zufließen. Zudem sind die Transportwege meist deutlich kürzer als bei Holz.
Ohne Einschränkungen verwendbar
Graspapier kann als Neuprodukt ohne Einschränkungen verwendet werden – ganz wie normales Papier. Selbst Lebensmittel kein Problem. Graspapier lässt sich mit gängigen Druckverfahren bedrucken und bietet nahezu alle Möglichkeiten klassischer Papier- und Kartonverpackungen. Je nach Ausführung kommt es auch für Lebensmittelverpackungen in Betracht.
Optisch zeigt sich Graspapier in einem hell- bis sattbeigen Naturton mit sichtbaren Pflanzenpartikeln. Dieser Look wirkt handwerklich, hochwertig und umweltbewusst und setzt ein klares Nachhaltigkeitssignal am Point of Sale. Auch von den Kosten sind Graspapiere nur leicht teurer als konventionelles Papier.





