
Verpackung im Kontext der Ökobilanz
Die Verpackung macht bei vielen Produkten nur rund 5–15 Prozent der gesamten Ökobilanz aus. Entscheidend ist meist der Schutz des Produktes: Wird Ware beschädigt, verdirbt oder erfüllt nicht mehr die Qualitätsanforderungen, fällt der ökologische Schaden deutlich höher aus als durch die Verpackung selbst.
Verpackungen schützen, verlängern Haltbarkeit, tragen gesetzlich vorgeschriebene Informationen und ermöglichen eine sichere Logistik. Gleichzeitig ist das Thema emotional geprägt: Vieles sieht man einer Verpackung nicht an, etwa den Recyclinganteil oder die Konstruktion als Monomaterial. Daher spielt auch das Bild, das eine Verpackung transportiert, eine wichtige Rolle.

Kunststoffe: Potenziale und Grenzen
Kunststoffverpackungen werden oft kritisch gesehen, lassen sich aber technisch gut recyceln – vorausgesetzt, sie sind sortenrein und recyclinggerecht konstruiert.
Sortenreine Kunststoffe können in modernen Sortieranlagen erkannt, getrennt und zu hochwertigem Rezyklat verarbeitet werden. Schwierigkeiten bereiten etwa schwarze Kunststoffe: Die in Sortieranlagen eingesetzte Infrarot-Spektroskopie kann sie aufgrund der Pigmente häufig nicht richtig erfassen. Sie landen dann eher in der Verbrennung oder im Downcycling.
Biologisch abbaubare Kunststoffe wiederum sind gut gemeint, fügen sich aber oft schlecht in bestehende Sammel- und Recyclingsysteme ein und führen leicht zu Unsicherheit bei der Entsorgung. Die Hans Schönleben GmbH geht lieber auf Nummer sicher und setzt daher bei PP, PET und PVC auf Monomaterial-Lösungen mit 20 bis 80 Prozent Recyclinganteil. Wenn sinnvoll, kann auch direkt auf die Verpackung gedruckt werden, um zusätzliche Einleger oder Etiketten zu vermeiden.

Papier und Karton: Stärken und Grenzen
Papier und Karton genießen bei den Verbraucher:innen ein gutes Ökoimage. Dennoch sind sie sortenreinen Kunststoffverpackungen nicht automatisch überlegen. Entscheidend ist, ob das Material zum Produkt, zur Nutzung und zur Logistik passt.
Mit Alternativen wie Graspapier lässt sich der ökologische Fußabdruck im Vergleich zu Standardkarton noch einmal deutlich senken. Über angepasste Grammaturen kann das Flächengewicht davon unabhängig reduziert und Material eingespart werden. Zusätzlich verbessern ein hoher Recyclingfaseranteil oder der Einsatz zertifizierter Frischfasern die Bilanz.

Energieeinsatz und Produktion
Neben Material und Konstruktion spielt auch die Herstellung eine Rolle. Die Hans Schönleben GmbH nutzt Ökostrom, teilweise aus eigener Photovoltaik. So reduzieren wir die energiebedingten Emissionen, die bei der Produktion Ihrer Verpackungen entstehen, und ergänzen den Materialansatz um einen klimabewussten Fertigungsprozess.
Individuelle ökologische Beratung
Welche Verpackungslösung ökologisch sinnvoll ist, hängt immer vom konkreten Produkt, den Logistikabläufen und der Positionierung Ihrer Marke ab. Pauschale Aussagen wie „Papier ist immer besser als Kunststoff“ greifen zu kurz.
In unserer Beratung zeigen wir Ihnen passende Materialien und Konstruktionen, vergleichen deren ökologische Auswirkungen und entwickeln Optimierungen bei Materialwahl, Design und Logistik. Auf Wunsch bieten wir auch Vorträge und


